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China – Neue Regularien bei der Beantragung von Arbeitsgenehmigungen

China – Neue Regularien bei der Beantragung von Arbeitsgenehmigungen

Wichtiger Hinweis zu Änderungen bei der Beantragung von Arbeitsgenehmigungen für Ausländer in China. Neue Richtlinien treten mit Wirkung zum 01. Dezember 2016 in Shanghai in Kraft. Landesweite Umsetzung ist zum 1. April 2017 geplant.

Betroffene Parteien:

  • Nicht-chinesische Passinhaber, die eine Arbeitserlaubnis für China beantragen
  • HR-Abteilungen von Unternehmen mit Sitz in China

Die neue Arbeitserlaubnispolitik in China wird ab April 2017 landesweit umgesetzt. Ab dem 1. Dezember 2016 soll ein neues Pilotprogramm zur Vereinheitlichung von Arbeitsgenehmigungen für Ausländer in Shanghai, Peking, begonnen werden.

Das neue System besagt, dass zukünftig keine Alien Employment License und kein Foreign Experts Certificate für den Antragsprozess erforderlich ist.

Das neue Antragsverfahren sieht ein Punktesystem vor, welches Antragsteller in die Kategorien A, B oder C einordnet. Die Kategorien basieren auf unterschiedlichen Faktoren.

Das neue Verfahren soll zunächst in Shanghai, Peking, bis zum 1. April 2017 getestet werden, bevor es im nächsten Schritt in ganz China implementiert wird.

Wie funktioniert das neue Punkte-System?

Beginnend in Shanghai, Peking am 1. Dezember 2016 wird der Status des Arbeitserlaubnisinhabers auf Basis einer Reihe von Kriterien definiert, wie zum Beispiel:

  1. Bildungshintergrund
  2. Beschäftigungsdauer bei der Heimatlandgesellschaft
  3. Gehalt / Vergütung / Mobility Paket
  4. Chinesische Sprachkenntnisse
  5. Alter 
  6. Allgemeine Berufserfahrung

Die Ergebnisse werden von den Immigration Behörden in einem Punkte-Bewertungssystem erfasst und in folgende Punktegruppen kategorisiert

Bis 59 Punkte
Gruppe C – regulär genehmigt, gering-qualifizierte, temporäre , saisonale Mitarbeiter (in Chinesisch: 外国普通人员或附合国内劳动市场 须求的外国人)

60 bis 85 Punkte
Gruppe B – qualifizierte Mitarbeiter (in Chinesisch: 外国专业人才)

86 und mehr Punkte
Gruppe A – hochqualifizierte Mitarbeiter (in Chinesisch: 外国高端人才)

Der Mangel an entsprechenden Fähigkeiten und Know-How wird in Klasse C kategorisiert. Klasse C ist  für Angestellte der sogenannten "weniger qualifizierte Arbeitskräfte" vorbehalten.
Die Chancen der Ablehnung der Arbeitserlaubnis in dieser Klasse wird erwartungsgemäß höher ausfallen.

Welche Dokumente sind für die Antragstellung der Arbeitsgenehmigung für China erforderlich?

Nach der neuen Regelung, sind folgende Antragsunterlagen, welche die Alien Employment License ersetzen, für den ersten Schritt im Antragsprozess, den „Notification Letter of Foreign Work Permit“ erforderlich:

  • NEU: Online-Antragsformular (unterzeichnet vom Antragsteller und von Chinesischen Gesellschaft inkl. Stempel)
  • NEU: Farbscan Diplom des höchsten Bildungsabschluss (Legalisierung durch die Chinesischen Botschaft oder das Chinesische Konsulat im Heimatland erforderlich)  
  • NEU: Farbscan eines aktuellen Führungszeugnis (Legalisierung durch die Chinesischen Botschaft oder das Chinesische Konsulat im Heimatland erforderlich)
  • Farbscan des vollständigen Untersuchungsberichts „Physical Examination Report“ inkl. Anlagen
  • Farbscan Kopie: Nachweis des 2 Jahres „Work Experience Letter“ oder alternativ positionsrelevante Qualifikationen
  • Kopie des Arbeitsvertrags oder Entsendungsschreiben
  • Farbscan Kopie ID-Seite Reisepass
  • Farbscan Kopie eines aktuellen biometrischen Passfotos auf weißem Hintergrund
  • Farbescan der Heiratsurkunde / Geburtsurunden bei mitreisenden Ehepartnern, Kindern
  • Farbscan Kopie ID-Seite der Reisepässe aller mitreisenden Familienmitglieder

Bitte beachten Sie:

  • Ein Lebenslauf ist nicht mehr erforderlich
  • Alle Original-Dokumente sind mit nach China zu führen, da diese zum späteren Zeitpunkt im finalen Antragschritt erforderlich sind

Ablauf des Antragsprozesses für Arbeitsgenehmigungen China

Neu: Jedes Unternehmen/Arbeitgeber, das/der Expatriates / ausländische Mitarbeiter in China beschäftigt, muss sich bei den lokalen Behörden vor Ort registrieren. : Hierzu können Sie folgendem Link folgen
Berücksichtigen Sie bitte, dass der Registrierungsprozess zeitaufwendig ausfällt. Inhouse Mobility unterstützt Sie auf bei Bedarf zur korrekten Registrierung.

Neu: Alle Unternehmen/Arbeitgeber in China sind angehalten ein Online-Konto zu beantragen. Dieses ist für die Bearbeitung von Arbeitsgenehmigungen für ausländische Mitarbeiter erforderlich. Anträge von Arbeitsgenehmigung erfolgen über das Online-System, werden dort verarbeitet und archiviert. Derzeit wird das Online-System nur für einige ausgewählte Arbeitsgenehmigungskategorien genutzt. Der Arbeitsgenehmigungsprozess für Verlängerungen, Änderungen und Löschung bzw. Abmeldung der Arbeitsgenehmigung bleibt vorerst unberührt.

Wie lange dauert der neue Antragsprozess zur Beantragung von Arbeitsgenehmigungen für China?

Schritt 1: Neu: „Notification Letter of Foreign Work Permit“ in Shanghai: ca. 20 bis 25 Arbeitstage

Schritt 2: Antrag auf Z Visa Einladungsschreiben in Shanghai: ca. 5 bis 7 Werktage (keine Änderungen zum alten Prozess)

Schritt 3: Z Visa Antrag bei der Chinesischen Botschaft / Chinesisches Konsulat im Heimatland: ca. 4 bis 5 Werktage (keine Änderungen zum alten Prozess)

Schritt 4: Neu: Antrag auf Arbeitsgenehmigung nach Einreise per Z-Visa in in Shanghai: ca. 5 bis 10 Arbeitstage

Schritt 5: Antrag auf Aufenthaltsgenehmigung in Shanghai: ca. 7 Werktage (keine Änderungen zum alten Prozess)

Insgesamt gehen wir davon aus, dass der neue Arbeitsgenehmigungsprozess zur Beantragung einer Arbeitsgenehmigung für China zwischen 10 Wochen und 12 Wochen in Anspruch nimmt.

Dies sind ca. 15 Arbeitstage länger als bisher (ohne die vom Antragsteller benötigte Unterlagenvorbereitung) im Vergleich zum alten Verfahren.

Gibt es Ausnahmen?

Wie bei fast jedem neuen Antragsverfahren ist auch das neue System zur Beantragung einer Arbeitsgenehmigung für China noch verbesserungsbedürftig und wird zweifellos weitere Anpassungen und geringfügige Änderungen in den nächsten Monaten beinhalten.

Wir gehen davon aus, dass die ersten Anträge nur sehr langsam verarbeitet werden, wobei potenzielle „push-backs“ auf den Antragsunterlagen liegen.

Bevor das neue System in ganz China (geplant zum 1. April 2017) online läuft, hat das Shanghai Labor Bureau bereits eingeräumt, dass Antragsverfahren für Antragsteller, die nicht in der Lage sind, alle notwendigen Unterlagen für das neue Verfahren zur Verfügung zu stellen mit einer Übergangslösung unterstützen werden.

Der Antragsteller kann hier zunächst den Visaantrag der Kategorie M (Geschäftsvisa) anstatt eines Z Visa beantragen und spart sich hiermit erhebliche Zeit. Nach der Ankunft in Shanghai kann dann nach Erteilung der Alien Employment License die medizinische Untersuchung durchgeführt werden und sofort die Arbeitserlaubnis- und Aufenthaltserlaubnisanträge gestellt werden, ohne in das Heimatland zurückzukehren und den Z-Visa vornehmen zu müssen.

Antrag auf Arbeitserlaubnis mit M-Business Visa statt Z-Visum:

Schritt 1: Antrag auf Alien Employment License in Shanghai (gemäß altem Prozess): ca. 15 Arbeitstage

Schritt 2: M Visaantrag bei der zuständigen Chinesischen Botschaft / Chinesischem Konsulat im Heimatland statt Z Visaantrag: ca. 4 Werktage

Schritt 3: Medizinischer Check in Shanghai nach Einreise in China: ca. 5 Arbeitstage

Schritt 4: Beantragung Aufenthaltserlaubnis Antrag nach Ankunft in China mit M Visum: ca. 7 Arbeitstage

Schritt 5: Beantragung Arbeitserlaubnis: ca. 6 Arbeitstage

Das ist ganz offensichtlich eine deutliche Erleichterung und reduziert die Bearbeitungsdauer des gesamten Arbeitsgenehmigungsprozesses zur Beantragung von Arbeitsgenehmigungen für China. Leider ist dies jedoch nur eine kurzfristige Übergangslösung.

Darüber hinaus können begleitende Familienangehörige nicht gleichzeitig das Visum der S1-Kategorie beantragen, sofern der Hauptantragsteller unter Kategorie M nach China einreist.

In diesen Fällen müssen Familienangehörige zunächst per L-Kategorie (Touristenvisa) einreisen und zusätzlich eine vom Chinesischen Konsulat oder Chinesischen Botschaft legalisierte Heiratsurkunde und Geburtsurkunde vorlegen.

Des Weiteren muss die geplante Beschäftigungsdauer des Hauptantragsstellers mindestens ein (1) Jahr geplant sein, da es andernfalls die Importzollabfertigung evtl. Umzugsgüter beeinträchtigen würde.

Die Chinesischen Zollbehörden verlangen für zollfreie Einfuhr von Umzugsgut nach China eine Arbeitserlaubnis mit mindestens 1 Jahr Gültigkeit. Beachten Sie auch bitte, dass die Arbeitsaufnahme bei Einreise unter M Visa Kategorie erst nach Erteilung der Arbeitserlaubnis gestattet ist.

Zusammenfassung - Beantragung von Arbeitsgenehmigungen nach China

Das neue Pilotprojekt wurde bereits seit mehrere Wochen angekündigt, jedoch die detaillierten Regelungen und Abläufe offiziell erst diese Woche kommuniziert. Wir erwarten in der Anfangsphase, dass Antragsprozesse ggf. zusätzlichen Prüfungen unterzogen werden und sich der Antragsprozess somit verlängern kann. Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihren Planungen zu bevorstehenden Entsendungen von Mitarbeitern nach China.

Langfristig wird das neue System mehr Transparenz und Effizienz in den Antragsprozess bringen und Ablehnungen aufgrund des neuen Punktesystems deutlicher erläutern.

Der zusätzliche Legalisierungsprozess von Hochschulabschlüssen sowie Polizeilichen Führungszeugnissen wird voraussichtlich zusätzliche Arbeitsaufwand in den Heimatländern mit sich bringen. Frühzeitige Organisation und Planung ist hier besonders wichtig, um die Bearbeitungszeiten und Abläufe so effektiv wie möglich zu gestalten.

Das neue Online-Antragsverfahren wird den HR-Bereich in China speziell in der Anfangsphase zusätzlich belasten.

Inhouse Mobility ist Ihr Partner zur Beantragung von Arbeitsgenehmigungen für China und Legalisierung von Unterlagen. Wir unterstützen Sie bei allen Themen des Antragsprozesses in China sowie im Heimatland und beraten Sie auf Wunsch gerne. Kontaktieren Sie uns, wir sind gerne für Sie da.

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